Preisverleihung in Görlitz 23./24. Okt. 2016

Im Mitgliederbrief Okt.2016 hatte ich von der bevorstehenden Preisverleihung des Deutschen Nationalkommitees für Denkmalpflege berichtet. Hier zur Erinnerung:“ die Äbtissinnen des Kloster Stift Heiligengrabe erhalten für ihre 20 Jahre andauernde schrittweise, beharrliche und außerordentlich engagierte Sicherung und Wiederherstellung des umfangreichen und teilweise stark gefährdeten Ensembles etc. die „Silberne Halbkugel“.

Synagoge Görlitz

Am Vorabend waren wir in die gerade erst wieder hergestellte Synagoge der Stadt Görlitz eingeladen, ein prachtvoller Bau, der vor kurzem (2011) seinen 100. Geburtstag feierte.

Es gab eine Diskussion über das Thema „Welche Antworten geben uns unsere europäische Geschichte und Kultur zur Belebung der europäischen Idee ? Die Teilnehmer aus Polen, Tschechien und Deutschland betonten, man müsse den Weg zu den Europäern finden, die noch mit der EU hadern. Durch historische Bewegungen bzw. Veränderungen wie z.B. in Polen würde alles neu bedacht und bearbeitet werden. Große Hoffnungen werden auf die Jugend, die heutige ca. 18jährigen gesetzt, daß sie das Bewußtsein der historischen Verantwortung lernen und dorthin geführt werden. Auch der Bürgermeister der Stadt kam zu Wort, dazu noch ein sehr engagierter Bundestagsabgeordneter aus Görlitz. Danach fand man sich bei Häppchen und Wein zu guten Gesprächen mit den reichlich erschienenen Denkmalpflegern und anderen Gästen zusammen. Am nächsten Tag fand dann die eigentliche Preisverleihung im Gerhard Hauptmann-Theater statt. Nach einem Musikstück sprach die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Frau Dr. Martina Münch, die gleichzeitig Präsidentin des Nationalkommitees für Denkmalschutz ist, sehr herzliche Grußworte. Nach einem weiteren Musikstück hielt Werner von Bergen, Mitglied der Preisjury und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit des DNK die Laudatio auf die Preisträger. Danach wurden diese einzeln genannt, ein Internetforum, ein Denkmalschützer aus Hamburg, ein Burgenretter aus Nordrhein-Westfalen und der Autor einer Zeitung aus Ludwigshafen – um nur einige zu nennen, wurden auf die Bühne gerufen. „Unsere“ beiden Äbtissinnen erhielten die „Silberne Halbkugel“ und ein würdiges Dokument.

preisverleihung

Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg, Dr. Friederike Rupprecht und Dr. Erika Schweizer

Den Dank für alle Preisträger sprach Helmuth Barth aus Hamburg, der sehr gute Worte fand und ein wunderbares Beispiel hanseatischen Bürgersinns gab. Ein ganz reizendes Tanzstück, „Box“, von 2 Tänzern mit 2 großen Pappkartons vorgeführt, beschloß diese Feierstunde auf heitere Weise. Alle Beteiligten kamen glücklich und zufrieden zurück, jeder der Heiligengraber „Abordnung“ hatte einen Anteil an diesem Preis, nicht zuletzt auch der Förderverein. Es war eine Veranstaltung, die wieder gezeigt hat, auf welch gutem Weg Heiligengrabe sich befindet und gleichzeitig Mut gibt, in diesem Sinn die Arbeit fortzusetzen. In Rundfunk und Fernsehen wurde diese Preisverleihung mit neuen und alten Interviews gesendet, eine willkommene Öffentlichkeitsarbeit, die Heiligengrabe in Deutschland weithin bekannt macht.Unser Glückwunsch gilt besonders der Alt-Äbtissin Frau Dr. Rupprecht, die über divergangenen Jahre die Last zu tragen hatte, dabei wunderbare Erfolge erzielte.. Und Frau Dr. Schweizer, unserer Äbtissin, wünschen wir viel Glück bei der Fortführung der Arbeit, die bei alten Mauern bekanntlich nie aufhört. RvO
…und noch eine Feier in Heiligengrabe

Am Montag, 7.11. fand in der Stiftskirche eine Festveranstaltung statt, um mit allen Mitarbeitern und beteiligten Weggefährten die Preisverleihung zu feiern. In der gut besetzten Kirche sprachen die beiden Äbtissinnen, die Ministerin Dr. Münch, der Leiter der Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkommitees für Denkmalschutz Dr. Uwe Koch und der Landeskonservator Dr. Thomas Drachenberg. Ganz besonders lobend erwähnt wurden Frau Schobert und Frau Behnecke für die unermüdliche Mitarbeit an den verschie-denen denkmalpflegerischen Projekten, außerdem meinte die Alt-Äbtissin, sie selbst habe eine Lehre in Denkmalspflege durchlaufen. Besonders hervorgehoben wurde , daß dieser Ort eine besondere Botschaft von Kultur und Glauben vermittelt. Fünf junge Blechbläser umrahmten das Geschehen mit schöner Musik, die meisterhaft vorgetragen wurde. Der Empfang im Kapitelsaal gab Gelegenheit zu vielen intensiven und guten Gesprächen. RvO

Geschrieben am 10.11.2016 von admin in Berichte. 0 Kommentare.
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