Deutscher Preis für Denkmalschutz

Dieser Preis, die“ Silberne Halbkugel“, wird jedes Jahr an Personen oder Gruppen vergeben, die sich besonders um bauliches Erbe sowie Denkmalschutz und –pflege verdient gemacht haben.

„Verleiher“ ist das Präsidium des Deutschen Komitees für Denkmalschutz. Dieser Preis ist der höchste, der auf diesem Gebiet in Deutschland vergeben wird. In der Begründung heißt es: Die Silberne Halbkugel wird vergeben an “Die Äbtissinnen des Kloster Stift zum Heiligengrabe(Brandenburg) für ihre 20 Jahre andauernde, schrittweise, beharrliche und außerordentlich engagierte Sicherung und Wiederherstellung des umfangreichen und teilweise stark gefährdeten Ensembles. Durch eine Ausstellung „Preußens Frauenzimmer“ rückte das Klosterstift zum Heiligen Grabe wieder auf die kulturelle Landkarte und wurde mit Beharrlichkeit, Klugheit und Geschick schlußendlich gerettet. Das denkmalpflegerische Gesamtkonzept, nach dem schrittweise gearbeitet wird, berücksichtigt die landes- und kirchengeschichtliche Stellung, geistlich, geistige, kulturelle und regionale sowie bauliche Anforderungen. Diese konzeptionelle Arbeit ermöglichte die Anerkennung als Baudenkmal von nationaler Bedeutung und sicherte dadurch auch die Fördermöglichkeiten.“

Soweit das große Lob und deutliche Anerkennung der bisher geleisteten Arbeiten. Es gibt allen Grund, den Äbtissinnen Dr. Friederike Rupprecht und Frau Dr. Schweitzer ganz herzlich zu gratulieren. Jeder, der etwas vom Bauen und Restaurieren versteht, weiß, was da an Anträgen, Verhandlungen und Schreibarbeit dahinter steckt. Und nicht zuletzt ging es auch immer wieder um das „liebe“ Geld. Hier denke ich, kann der Förderverein sich auch ein bißchen gelobt vorkommen, denn die Summen, die in den letzten Jahrzehnten an Heiligengrabe gingen, können sich sehen lassen. Hier wiederum erwähne ich mit großem Dank unsere Mitglieder, die durch diesen Preis auch geehrt werden.

Die Preisverleihung findet am 24. Okt. in Görlitz statt. Später werde ich darüber berichten.

Entdeckungen in der Klosterkirche

In diesem Sommer stand ein Gerüst in der Kirche und es wurde eifrig geklopft und geschabt, Erstaunliches kam zum Vorschein. Im Chor fanden sich an den Gewölberippen Krabbenmalereien und um die Schlußsteine herum Mariendisteln, dadurch hat der Raum ein ganz neues Gesicht bekommen. In der Mitte der Kirche fand man diese große Rosette, die gegenüber der nicht mehr vorhandenen Nonnenempore einen bedeutenden Platz einnahm. Das Foto zeigt die Rosette mit merkwürdigen Schatten daneben, das ist der Ausleuchtung geschuldet, die dieses Foto überhaupt ermöglichte. Die letzten Joche zur Orgel hin sollen im Herbst noch untersucht werden. Aber nicht genug, fand der Denkmalpfleger beim Abklopfen der Wände im Kirchenschiff eine Nische, die aus einem großen Halbbogen besteht und früher wohl auch dekoriert war. Man vermutet eine Prozessionsnische“ aus der katholischen Zeit,  letzte Erkenntnisse stehen noch aus, auf die wir gespannt sein dürfen.
RvO

Geschrieben am 13.09.2016 von admin in Berichte. 0 Kommentare.
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